Hygieneplan – Aktualisierung

Hygieneplan der Grund- und Mittelschule Oberammergau aus aktuellem Anlass – COVID-19-Pandemie

Stand 07. Mai 2020

Teil 1: Vorgaben des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus mit Ergänzungen für die Grund- und Mittelschule Oberammergau

1) Besondere Rahmenbedingungen für die Durchführung des Unterrichts

Innerer Schulbereich:
Einführung, Einforderung und Überwachung allgemeiner Verhaltensregeln:

  • regelmäßiges Händewaschen (Händewaschen mit Seife für 20 – 30 Sekunden)
  • Abstandhalten (mindestens 1,5 m)
  • Einhaltung der Husten- und Niesetikette (Husten oder Niesen in die Armbeuge oder in ein Taschentuch)
  • kein Körperkontakt
  • Vermeidung des Berührens von Augen, Nase und Mund
  • Eintreffen und Verlassen des Schulgebäudes unter Wahrung des Abstandsgebots
  • bei (coronaspezifischen) Krankheitszeichen (z. B. Fieber, trockener Husten, Atemproblemen, Verlust Geschmacks- / Geruchssinn, Hals-, Gliederschmerzen, Übelkeit / Erbrechen, Durchfall) unbedingt zu Hause bleiben
  • klare Kommunikation der Regeln an Erziehungsberechtigte, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und sonstiges Personal vorab auf geeignete Weise (per Rundschreiben, Aushänge im Schulhaus etc.)

Unterricht in geteilten Klassen, d. h. Reduzierung der regulären Klassenstärke und in rollierenden Systemen
Grund- und Mittelschule: max. 15 Schülerinnen und Schüler
Ausnahme: Die 4. (ab 11. Mai) und 9. Klassen (ab 27. April) werden bis Ende Mai täglich unterrichtet
Der Unterricht erfolgt für jede Gruppe in einem separaten Klassenzimmer

  • Besondere Sitzordnung:
    • Einzeltische oder ein Doppeltisch pro Schüler – Kennzeichnung der Sitzplätze mit Nummern und feste Zuteilung zum Schüler/zur Schülerin
    • frontale Sitzordnung (Abstand mindestens 1,5 m)
  • Keine Partner- oder Gruppenarbeit
  • Vermeidung von Durchmischung (Unterricht nach Möglichkeit in der gleichen Gruppe)
  • Möglichst feste Zuordnung von wenigen Lehrkräften zu wenigen Klassenverbänden
  • Reduzierung von Bewegungen (in der Regel kein Klassenzimmerwechsel)
  • Verzicht auf über den regulären Unterricht hinausgehende Aktivitäten
  • Pause im Klassenzimmer oder nach Gruppen zeitversetzt / an verschiedenen Orten unter strenger Aufsicht (Zuteilung eines bestimmten Bereichs des Pausenhofs an die jeweilige Klasse – Erstellung eines Zeitplans)
  • Sicherstellung einer guten Durchlüftung der Räume (mind. 5 Minuten Lüften nach jeder Schulstunde)  – Lüften der Gänge nach Ende des täglichen Unterrichts durch das Reinigungspersonal
  • Pausenverkauf und Mensabetrieb in eingeschränkter Form: – bis auf Weiteres kein Schulfrühstück, kein Pausenverkauf oder Mensabetrieb – die SchülerInnen versorgen sich selbst, da in diesen Bereichen das Abstandsgebot noch nicht gewährleistet werden kann.
    Auch keine Nutzung der Wasserspender.
  • Vermeidung gemeinsam genutzter Gegenstände (kein Austausch von Arbeitsmitteln, Stiften, Linealen o. Ä., kein Benutzen von Computerräumen ohne Abstandsregeln oder Klassensätzen von Büchern / Tablets)
  • Aufforderung an die Eltern, die Kinder bei den o. g. Krankheitszeichen nicht in die Schule zu schicken
  • Toilettengang nur einzeln und unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen. SchülerInnen werden von den Klassenlehrkräften aufgefordert, dass nur ein Kind zur Toilette geht.

Äußerer Schulbereich (Sachaufwandsträger):

  • Ausstattung der Sanitärräume mit Flüssigseife und Händetrockenmöglichkeit (Einmalhandtücher oder Trockengebläse), bei Endlostuchrollen Funktionsfähigkeit sicherstellen, keine Gemeinschaftshandtücher oder -seifen
  • Ausstattung möglichst vieler Räume mit Reinigungs- und Trocknungsmöglichkeiten
  • hygienisch sichere Müllentsorgung
  • regelmäßige Reinigung des Schulgebäudes:
    • regelmäßige Oberflächenreinigung, insbesondere der Handkontaktflächen (Türklinken, Lichtschalter etc.) zu Beginn oder Ende des Schultages bzw. bei starker Kontamination auch anlassbezogen zwischendurch
    • keine Desinfektion der Schule
    • keine Reinigung mit Hochdruckreinigern (wegen Aerosolbildung)

2) Weitere Infektionshygienische Empfehlungen und Hinweise

  • Die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 sind
    • eine gute Händehygiene (Händewaschen mit Seife für 20 – 30 Sekunden),
    • das Einhalten von Husten- und Niesetikette (Husten oder Niesen in die Armbeuge oder in ein Taschentuch) und
    • das Abstandhalten (mindestens 1,5 m).
  • Von der regelmäßigen Verwendung von Desinfektionsmitteln im öffentlichen Raum wird abgeraten, das Augenmerk soll auf die Händehygiene (häufiges Händewaschen, s. o.) gelegt werden.
  • Bei Grunderkrankungen, die einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung bedingen, muss sowohl bei Schulpersonal als auch bei Schülerinnen und Schülern eine individuelle Risikoabwägung stattfinden, ob eine Beurlaubung oder Befreiung vom Unterricht erfolgt. Hierfür ist ein (fach)ärztliches Attest erforderlich.
  • Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Schulen ist während des Unterrichts grundsätzlich nicht erforderlich. (Ablage der Maske während des Unterrichts durch Aufhängen an den Vorrichtungen des Tisches oder auf einem gesonderten Papier am Tisch)
  • Außerhalb des Unterrichts (auf sog. Begegnungsflächen, d.h. den Fluren, Gängen, Toiletten, in den Pausen sowie zu Unterrichtsbeginn und –ende) sind alle in der Schule Tätigen, Schülerinnen und Schüler sowie Besucher angehalten eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. In Situationen, in denen es nicht möglich ist, den Abstand von mindestens 1,5 m einzuhalten, kann (etwa im Bereich bestimmter sonderpädagogischer Förderschwerpunkte) das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung zur Infektionsprävention wirksam sein. Grundsätzlich gilt, dass Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler bzw. deren Erziehungsberechtigte selbst für die Mund-Nasen-Bedeckung aufzukommen haben. (Freiwillige) Staatliche oder kommunale Unterstützungsaktionen sind unbenommen

3) Vorgehen bei Erkrankung einer Schülerin bzw. eines Schülers

Bei Auftreten von coronaspezifischen Erkältungs- bzw. respiratorischen Symptomen (s. hierzu 1.) ist stets die Schulleitung zu informieren, die den Sachverhalt umgehend dem zuständigen Gesundheitsamt meldet. Dieses trifft ggf. in Absprache mit der Schulleitung die weiteren Maßnahmen (z. B. Ausschluss einzelner Schülerinnen und Schüler vom Unterricht, Ausschluss eines Klassenverbands vom Unterricht, Information von Erziehungsberechtigten und volljährigen Schülerinnen und Schülern) die von den Schulleitungen umzusetzen sind.

Teil 2: Spezifische Regelungen
an der Mittelschule Oberammergau

  • Keine Benützung der Garderoben, jeder Schüler/jede Schülerin nimmt seine Jacke zu seinem eigenen Sitzplatz.
  • In der Klassenzimmern wird zur Abschirmung der Lehrkraft bzw. der SchülerInnen das Pult und der Tafelbereich durch einen Halbkreis an Tischen abgetrennt.
  • An den Eingangstüren zu den Toiletten Anbringung eines Wendeschilds – besetzt bzw. frei.
  • Aufteilung der Eingänge: Die Eingänge werden den Klassen spezifisch zugeordnet.
  • An den Eingängen wurde der Pausenhof mit bunten Punkten gekennzeichnet (Abstand 1,5 m) , dort sollen sich die SchülerInnen ab 7.45 Uhr aufstellen und zwar immer in dem Bereich ihrer Klasse, der durch Schilder gekennzeichnet ist. Die SchülerInnen werden dann von der Lehrkraft unter Einhaltung der Abstände ins Klassenzimmer geführt.
  • Kein regulärer Zutritt für Schülerinnen und Schüler im Verwaltungsbereich, nur in besonderen Fällen.
  • Desinfektionsspender im Verwaltungsbereich für die Lehrkräfte und Bescher.
  • Ausführliche Information der Schülerinnen und Schüler seitens der Schule über die nun geltenden Verhaltens- und Hygieneregeln (Basis ist entsprechendes KMS i.V.m. mit der konkreten Umsetzung vor Ort: Sitzordnung, Abstandhalten, Pausen- und Toilettenregelung, etc.) – per Mail vor Beginn des Unterrichts durch den Klassenlehrer und persönlich in der ersten Stunde.
  • Gestaltung einer Ankommensphase für jede Klasse
  • Bei wiederholten Verstößen gegen die Hygieneregeln handelt es sich grundsätzlich um einen Verstoß gegen die schulische Ordnung und wird somit im Einzelfall mit den entsprechenden Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen gem. BayEUG geahndet werden.

Weitere Informationen für Jahrgangsstufen 1 und 4 gelten gleichermaßen:

  • Aus Gründen des Infektionsschutzes ist Sportunterricht ebenso wenig möglich wie gruppenbezogene Arbeiten im Fach Werken und Gestalten.
  • Bis auf Weiteres ist keine Musikpraxis möglich. Dies gilt insbesondere auch für Angebote wie z. B. Chor- und Instrumentalklassen.
  • Für das fächerverbindende Arbeiten im Fachbereich Kunst gilt, dass offene Materialtische aus Gründen des Infektionsschutzes nicht zulässig sind.
  • Angesichts der längeren Phase des Lernens zuhause wird es vielfach erforderlich sein, dass die Lehrkräfte von der ursprünglichen Jahresplanung abweichen.
  • Ein vollständiger Kompetenzerwerb, wie im LehrplanPLUS Grundschule vorgesehen, wird in den noch verbleibenden Wochen bis zum Schuljahresende nicht mehr in jedem Fall in vollem Umfang möglich sein.

gez. Maria Hochenleitner,
Rektorin

Christl Burger-Proksch,
Konrektorin