Am Montag, 13. Juli 2026 führte die 7. Klasse eine Betriebserkundung bei der Bäckerei Aurhammer in Oberammergau durch.
Der Chef, Herr Aurhammer, begrüßte uns persönlich, stellte kurz den Betrieb vor und und erklärte in wenigen Sätzen, wie die Bäckerei organisiert ist: von der Produktion über die Verkaufsstellen bis zur Logistik.
Die Schülerinnen und Schüler hatten im Vorfeld Fragen vorbereitet. Diese wurden nacheinander gestellt und vom Chef ausführlich beantwortet. Themen waren unter anderem:
- Woher kommt das Mehl?
- Welche Mehltypen verwenden Sie?
- Wie viele Brotsorten werden täglich gebacken?
- Wie funktioniert die Kühlung und Lagerung der Backwaren?
- Welche Berufe gibt es in der Bäckerei?
Die Antworten halfen, einen guten Einblick in den gesamten Arbeitsablauf zu bekommen.
Anschließend durften wir die Backstube besichtigen. Die Führung zeigte die verschiedenen Arbeitsstationen: Teigbereitung, Formung, Gärung, Backen und Nachbearbeitung. Die Ausrüstung — insbesondere die Öfen — wurden erklärt: es gibt mehrere Backöfen mit unterschiedlichen Funktionen und Größen, die je nach Produkt und Backzeit eingesetzt werden.
Besonders eindrucksvoll war der Blick in den Produktionsbereich: im Hintergrund war deutlich zu sehen, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch arbeiteten — eine lebendige Ansicht des Alltags in einer Bäckerei.
Im Keller befinden sich zwei Mehlcontainer: hier lagert das Weizen- und Roggenmehl in großen Mengen. Per Förderanlage (Rohrsystem oder Schüttgutförderer) wird das Mehl aus dem Keller nach oben zum Abwiegen befördert. Der Chef erklärte, wie wichtig saubere Lagerung und Dosierung sind, damit die Teigqualität konstant bleibt.

Die vorbereiteten Backwaren werden, je nach Produkt gekühlt in speziellen Lagerbereichen zwischengelagert, bevor sie gebacken werden.
Die Bäckerei stellt eine Vielzahl von Produkten her: verschiedene Brotsorten, Semmeln, Kuchen und Snacks. Es wurde erklärt, welche Mehlsorten wofür eingesetzt werden. Besonders positiv: das Mehl wird größtenteils in regionalen Mühlen eingekauft — damit werden kurze Lieferketten und Regionalität unterstützt.
Die Bäckerei betreibt drei Verkaufsstellen in der Umgebung. Der Chef erklärte kurz die Organisation: Produktion läuft zentral, einzelne Filialen werden morgens beliefert. So wird sichergestellt, dass überall frische Ware angeboten wird. Auch ein Food-truck kommt regelmäßig beim Verkauf der leckeren Produkte zum Einsatz.
Die Schülerinnen und Schüler erhielten Informationen zu den beruflichen Möglichkeiten:
- Bäcker/in: Produktion, Teigherstellung, Backen, Qualitätskontrolle.
- Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk (Bäckerei): Kundenberatung, Verkauf, Warenpräsentation, Kassenarbeit.
- Duales Studium zum Foodmanagement
Ausbildungsinhalte, typische Arbeitszeiten (auch frühe Morgenstunden) und Entwicklungsmöglichkeiten wurden kurz angesprochen.
Ein Höhepunkt der Erkundung war der praktische Teil: Die Klasse durfte selbst backen. Aus vorgefertigtem Teig formten und backten wir Seelen. Die fertigen Gebäckstücke wurden in Tüten verpackt und durften mit nach Hause genommen werden. Die Teilnehmenden waren begeistert, selbst Hand anzulegen und anschließend das Ergebnis zu probieren.
Die Betriebsbesichtigung war für alle sehr interessant und lehrreich. Besonders geschätzt wurde, dass wir sowohl theoretische Informationen als auch praktische Erfahrungen sammeln konnten. Im Hintergrund arbeitende Kolleginnen und Kollegen zeigten den realen Produktionsalltag — ein anschauliches Erlebnis.
Abschließend richtete die Klasse ein großes Dankeschön an den Chef der Bäckerei, der die Führung ermöglicht hatte— und das an seinem freien Tag. Vielen Dank für die Zeit, die Einblicke und das „Mitbacken“!

